Afro Challenge | Black Lives Matter! - Die Leben der Schwarzen sind wichtig!

Kategorie: Tötung

Afro-kolumbianischer AFRODES-Aktivist, Bernardo Cuero Bravo, im Alter von 62 Jahren von Rassisten getötet in Malambo, Atlantico (Colombia), am 7. Juni 2017


2017-06-07_Bernardo_Cuero_ Bravo_aged_62_in_Malambo_COL.jpg Laut Informationen der AFRODES-Vereinigung, wie von Adia News und von Telesur berichtet wurde Bernardo Cuero Bravo vor seiner Familie erschossen, während er ein lokales Liga-Fußballspiel am Fernsehen guckte.
"Zwei Männer kamen auf einem schwarzen Motorrad an, während er ein Fußballspiel guckte, und fragten, ob es Wohnungen in der Gegend mieteten gäbe. Als Bernardo sich ihnen näherte um sie zu informieren, zog einer der Männer eine Waffe heraus und tötete ihn in Gegenwart seines Partners und anderer Verwandten, und beide Männer flüchteten", so der Bericht.

Bernardo setzte sich für die Rechte der afro-Kolumbianer ein, die Opfer des bewaffneten Konflikts in Kolumbien sind und erhielt ständig Drohungen deswegen. Vor ein paar Jahren überlebte Bernardo einen Mordversuch und sein Fall wurde der interamerikanischen Menschenrechtskommission vorgelegt, die der kolumbianischen Regierung riet, die Sicherheitsmaßnahmen für ihn und einige andere AFREDES-Mitglieder zu erhöhen. AFRODES sagte, dass sowohl Bernardo als auch die Organisation wegen der mehrfachen Bedrohungen und Angriffe einen Polizeischutz und andere Schutzmaßnahmen beantragt hätten.

Die Schutzmaßnahmen die ihm vor Jahren gewährt wurden bestanden lediglich aus einer kugelsichere Weste und ein Handy. Aber diese Gegenstände wurden später von der Polizei zurückgezogen mit der Begründung, dass er sich nicht mehr einer uneingeschränkten Gefahr gegenüberstehe. Jetzt ist er tot. Getötet von Rassisten. Die kolumbianische Regierung muss den Aktivisten, deren Leben in Gefahr ist, Polizeichutz geben und gleichzeitig auch dringend Lösungen für die Rassenprobleme finden, die zur Benachteiligung Afro-Kolumbianer führe und zu deren Unmut.

Afro-Kolumbianer sind sehr geduldige Menschen. Sie warten schon seit langer Zeit darauf, daß die Regierung sich ernsthaft um die Rassenprobleme kümmert, die ihnen ein zufriedenes Leben unmöglich machen. Sie warten noch, aber nichts passiert. Die Regierung und alle wohlwollenden Kolumbianer müssen sich einer Tatsache bewusst sein. Afro-Kolumbianer können nicht ewig warten!

Es sollte daran erinnert werden, dass 41 Afro-Kolumbianische Aktivisten in Kolumbien allein in den ersten vier Monaten des Jahres 2017 ermordet wurden!


Auch Sie können beitragen!
Sowohl Ihr finanzieller Beitrag als auch Ihr Beitrag durch Artikel oder Übersetzungen sind von unschätzbarem Wert.

Kommentare



Füllen Sie bitte alle nachstehenden Felder aus um Ihr Kommentar zu senden.


Afro-kolumbianischer AFRODES-Aktivist, Bernardo Cuero Bravo, im Alter von 62 Jahren von Rassisten getötet

2017-06-07_Bernardo_Cuero_ Bravo_aged_62_in_Malambo_COL.jpg Laut Informationen der AFRODES-Vereinigung, wie von Adia News und von Telesur berichtet wurde Bernardo Cuero Bravo vor seiner Familie erschossen, während er ein lokales Liga-Fußballspiel am Fernsehen guckte.
"Zwei Männer kamen auf einem schwarzen Motorrad an, während er ein Fußballspiel guckte, und fragten, ob es Wohnungen in der Gegend mieteten gäbe. Als Bernardo sich ihnen näherte um sie zu informieren, zog einer der Männer eine Waffe heraus und tötete ihn in Gegenwart seines Partners und anderer Verwandten, und beide Männer flüchteten", so der Bericht.

Bernardo setzte sich für die Rechte der afro-Kolumbianer ein, die Opfer des bewaffneten Konflikts in Kolumbien sind und erhielt ständig Drohungen deswegen. Vor ein paar Jahren überlebte Bernardo einen Mordversuch und sein Fall wurde der interamerikanischen Menschenrechtskommission vorgelegt, die der kolumbianischen Regierung riet, die Sicherheitsmaßnahmen für ihn und einige andere AFREDES-Mitglieder zu erhöhen. AFRODES sagte, dass sowohl Bernardo als auch die Organisation wegen der mehrfachen Bedrohungen und Angriffe einen Polizeischutz und andere Schutzmaßnahmen beantragt hätten.

Die Schutzmaßnahmen die ihm vor Jahren gewährt wurden bestanden lediglich aus einer kugelsichere Weste und ein Handy. Aber diese Gegenstände wurden später von der Polizei zurückgezogen mit der Begründung, dass er sich nicht mehr einer uneingeschränkten Gefahr gegenüberstehe. Jetzt ist er tot. Getötet von Rassisten. Die kolumbianische Regierung muss den Aktivisten, deren Leben in Gefahr ist, Polizeichutz geben und gleichzeitig auch dringend Lösungen für die Rassenprobleme finden, die zur Benachteiligung Afro-Kolumbianer führe und zu deren Unmut.

Afro-Kolumbianer sind sehr geduldige Menschen. Sie warten schon seit langer Zeit darauf, daß die Regierung sich ernsthaft um die Rassenprobleme kümmert, die ihnen ein zufriedenes Leben unmöglich machen. Sie warten noch, aber nichts passiert. Die Regierung und alle wohlwollenden Kolumbianer müssen sich einer Tatsache bewusst sein. Afro-Kolumbianer können nicht ewig warten!

Es sollte daran erinnert werden, dass 41 Afro-Kolumbianische Aktivisten in Kolumbien allein in den ersten vier Monaten des Jahres 2017 ermordet wurden!



Auch Sie können beitragen!
Sowohl Ihr finanzieller Beitrag als auch Ihr Beitrag durch Artikel oder Übersetzungen sind von unschätzbarem Wert.